Alte Lackschichten reagieren beim Schleifen nicht alle gleich. Eine dünne, spröde Beschichtung lässt sich auf einer ebenen Holzfläche relativ schnell öffnen, während zäher Mehrschichtlack das Schleifmittel zusetzt und Wärme erzeugt. Für die Auswahl zählen deshalb nicht nur Watt, sondern auch Tellergröße, Hub, Drehzahlregelung und eine wirksame Stauberfassung.
Getriebe-Exzenterschleifer sind beim groben Abtrag besonders kräftig, verlangen an Kanten aber mehr Aufmerksamkeit. Freilaufende 150-mm-Geräte arbeiten kontrollierter beim Übergang zu feineren Körnungen. 125-mm-Modelle bleiben handlicher an Türrahmen, Möbelteilen und kleineren Reparaturstellen.
Die folgenden neun Maschinen decken unterschiedliche Lackaufgaben ab. Einige sind für den schnellen Vorabtrag gedacht, andere für das Ausgleichen der Fläche nach dem Entfernen der groben Schicht. Wichtig ist die Einordnung: Ein Exzenterschleifer kann Lack anschleifen und entfernen, ersetzt bei problematischen Beschichtungen aber nicht automatisch Abbeizer, Heißluft oder eine professionelle Absaugung.
Schnelle Auswahl: hoher Abtrag oder kontrollierter Lackschliff?
Bosch GET 75-150, Makita BO6050J und Festool Rotex RO 150 FEQ-Plus bieten einen kräftigen Modus für robuste, ebene Flächen. Metabo SXE 450 TurboTec wechselt den Schwingkreis, bleibt aber ein freilaufendes Gerät.
Bosch GEX 40-150, Festool ETS EC 150/5, Mirka DEROS II 650 und Makita BO5041 sind sinnvoll, wenn nach dem Vorabtrag ein gleichmäßiger Schliff ohne aggressive Zwangsrotation gefragt ist. DeWalt DWE6423-QS ist die handliche 125-mm-Option.
Auf einen Blick: Exzenterschleifer für unterschiedliche Lackschichten
| Modell | Passender Einsatz | System | Technische Einordnung | Arbeitscharakter |
|---|---|---|---|---|
| Bosch GET 75-150 | starker Lackabtrag auf großen ebenen Flächen | 230 V, 750 W, 150-mm-Teller | 3.300 bis 7.300 min⁻¹, 4,5 mm Schwingkreis, rund 2,6 kg | freier Exzenterlauf und zuschaltbare Zwangsrotation |
| Makita BO6050J | Renovierungsflächen mit wechselndem Schleifmodus | 230 V, 750 W, 150-mm-Teller | 1.600 bis 6.800 min⁻¹, 5,5 mm Schwingkreis, 2,6 kg ohne Kabel | Exzenter- und Rotationsmodus, Sanftanlauf und Tellerbremse |
| Bosch GEX 40-150 | gleichmäßiger Lackschliff nach dem groben Vorabtrag | 230 V, 400 W, 150-mm-Teller | 5.500 bis 12.000 min⁻¹, 4 mm Schwingkreis, 2,4 kg | Vibrationsdämpfung und Mehrloch-Teller für Absaugung |
| Metabo SXE 450 TurboTec | Lackabtrag mit wählbarem Schwingkreis | 230 V, 350 W, 150-mm-Teller | 4.200 bis 11.000 min⁻¹, wahlweise 2,8 oder 6,2 mm Schwingkreis, ca. 2,4 kg | umschaltbarer Schwingkreis und TurboBoost |
| Festool Rotex RO 150 FEQ-Plus | kräftigen Abtrag und anschließende Vorbereitung im System | 230 V, 720 W, 150-mm-Teller | 3.300 bis 6.800 min⁻¹, 5 mm Schleifhub, ca. 2,3 kg | ROTEX-Getriebe für Grobschliff, Exzenterlauf und Polierarbeiten |
| Mirka DEROS II 650 | staubarmer Flächenschliff nach dem Lackabtrag | 230 V, 400 W, 150-mm-Teller | 4.000 bis 10.000 min⁻¹, 5 mm Schleifhub, ca. 1,1 kg | flaches bürstenloses Gehäuse, niedrige Vibration und Mehrloch-Absaugung |
| Festool ETS EC 150/5 EQ-Plus | leichter Zwischenschliff auf großen Lackflächen | 230 V, 400 W, 150-mm-Teller | 6.000 bis 10.000 min⁻¹, 5 mm Schleifhub, ca. 1,5 kg | EC-TEC-Antrieb, Tellerbremse und Vibrationskontrolle |
| Makita BO5041 | kleine bis mittlere Lackflächen mit guter Handkontrolle | 230 V, 300 W, 125-mm-Teller | 4.000 bis 12.000 min⁻¹, 2,8 mm Schwingkreis, ca. 1,4 kg | Drehzahlregelung, Zusatzgriff und schmaler 125-mm-Aufbau |
| DeWalt DWE6423-QS | leichte Lacknacharbeit an Rahmen und kleineren Türen | 230 V, 280 W, 125-mm-Teller | 8.000 bis 12.000 min⁻¹, 2,6 mm Schwingkreis, ca. 1,3 kg | leichtes Gehäuse, Drehzahlregelung und AirLock-kompatible Absaugung |
Herstellerwerte und Modellbezeichnungen ordnen die Maschinen ein. Tatsächlicher Abtrag, Staubmenge und Oberflächenbild hängen außerdem von Material, Schleifmittel, Anpressdruck, Auflage und Absaugung ab.
Was entscheidet beim Abschleifen alter Beschichtungen?
Abtragsmodus: Zwangsrotation oder Getriebe erhöht den Materialabtrag auf stabilen Flächen. Für den Übergang zu feineren Körnungen ist der freie Exzenterlauf leichter zu kontrollieren.
Schleifhub: Ein großer Hub verkürzt den Grobschliff, kann aber tiefer zeichnen. Ein kleinerer Hub ist für Lackübergänge und den letzten Schliff fehlertoleranter.
Tellerdurchmesser: 150 mm nutzt Türen und Platten effizient. 125 mm passt besser in Rahmenfelder und an kleinere Reparaturstellen.
Drehzahl: Niedrigere Drehzahl begrenzt Wärme bei zähem Lack und empfindlichen Kanten. Hohe Drehzahl ist nicht automatisch schneller, wenn das Papier dadurch zusetzt.
Absaugung: Lackstaub darf nicht unkontrolliert in Motor, Raum und Atembereich gelangen. Ein passender Mehrloch-Teller und ein geeigneter Sauger halten die Kontaktzone offen.
Tellerbremse und Führung: Eine Bremse reduziert das Aufsetzen mit einem frei laufenden Teller. Das Gerät bleibt trotzdem plan auf der Fläche und wird nicht durch starken Druck gebremst.
Lack schrittweise öffnen, abtragen und für den Neuaufbau vorbereiten
Lose Schichten und Beschläge werden zuerst entfernt. Danach zeigt ein kurzer Test mit mittlerer Körnung, ob der Lack spröde bricht, schmiert oder das Holz sofort sichtbar wird. Eine grobe Körnung wird nur so lange eingesetzt, bis die Beschichtung geöffnet ist.
Nach jedem Durchgang wird der Staub abgesaugt und die Fläche im Streiflicht geprüft. Kanten, Furnier und Übergänge bleiben vom aggressivsten Modus ausgenommen. Erst wenn die alte Beschichtung vollständig kontrolliert ist, wird mit feinerem Papier das neue Finish aufgebaut.
Neun Exzenterschleifer für unterschiedliche Lackschichten
1. Bosch GET 75-150
Für mehrschichtigen Lackabtrag ist die kurze Einordnung von Bosch GET 75-150: der zuschaltbare Zwangsantrieb. Der Bosch GET 75-150 arbeitet mit 230 V, 750 W, 150-mm-Teller und 3.300 bis 7.300 min⁻¹, 4,5 mm Schwingkreis, rund 2,6 kg. Freier Exzenterlauf und zuschaltbare Zwangsrotation.
Bei Bosch GET 75-150 ist für den Abtrag alter Beschichtungen die freie Fläche nur die eine Seite. Auf waagerecht fixierten Türblättern und ebenen Platten ist entscheidend, dass der direkte Lauf auf der Fläche schnell Strecke macht. Der Zwangsantrieb ist deshalb eine Arbeitstufe für hartnäckige Schichten, nicht die Einstellung für den letzten Lackfilm. Wo Rahmen, Falzen und dünnen Deckschichten beginnen, wird die Einschränkung sichtbar, weil der große Hub an schmalen Übergängen rasch zu viel wird.
Am besten geeignet für: starker Lackabtrag auf großen ebenen Flächen.
Vorteile
- Sehr hoher Abtrag im Zwangsmodus.
- 150-mm-Teller für große Flächen.
- Freier Exzenterlauf für den Übergang.
- Variable Drehzahl.
Nachteile
- Relativ hohes Gewicht.
- Aggressiv an Kanten und dünnen Beschichtungen.
Bosch GET 75-150 richtet sich an Renovierer mit mehreren harten Lacklagen. Sein Schwerpunkt: schneller Vorabtrag auf einer großen, robusten Fläche. Für schmale Rahmen und empfindliche Lackübergänge ist ein Makita BO5041 die bessere Wahl.
2. Makita BO6050J
Im Vergleich der Geräte fällt bei Makita BO6050J vor allem eines auf: die Umschaltung zwischen Rotations- und Exzenterlauf. Der Makita BO6050J arbeitet mit 230 V, 750 W, 150-mm-Teller und 1.600 bis 6.800 min⁻¹, 5,5 mm Schwingkreis, 2,6 kg ohne Kabel. Exzenter- und Rotationsmodus, Sanftanlauf und Tellerbremse.
Bei plan aufgelegten Türen und großen Holzflächen zeigt sich, dass ein grober Durchgang und ein ruhigerer Nachgang mit demselben Gerät möglich sind. Ihre Stärke liegt damit in einem abgestuften Ablauf, bei dem der erste Modus nicht bis an die sichtbare Kante ausgereizt wird. Wo schmalen Rahmenkanten und empfindlichen Übergängen beginnen, wird die Einschränkung sichtbar, weil das Gewicht und der Rotationslauf an Profilen mehr Aufmerksamkeit verlangen.
Am besten geeignet für: Renovierungsflächen mit wechselndem Schleifmodus.
Vorteile
- Zwei klar nutzbare Betriebsarten.
- Kräftiger 750-Watt-Motor.
- Sanftanlauf und Tellerbremse.
- 150-mm-Arbeitsbreite.
Nachteile
- Schwerer Aufbau.
- Rotationsmodus fordert Übung.
Die Stärke von Makita BO6050J liegt in diesem Einsatzbereich: wechselnde Renovierungsschritte auf robusten Flächen. Für enge Falze und bereits grundierte Zonen bietet ein Makita BO5041 die passendere Arbeitsbreite.
3. Bosch GEX 40-150
Bosch GEX 40-150 ist für mehrschichtigen Lackabtrag dann interessant, wenn Schaber- oder Grobarbeit den härtesten Teil bereits reduziert hat. Der Bosch GEX 40-150 arbeitet mit 230 V, 400 W, 150-mm-Teller und 5.500 bis 12.000 min⁻¹, 4 mm Schwingkreis, 2,4 kg. Vibrationsdämpfung und Mehrloch-Teller für Absaugung.
Die Maschine passt zu breiten, horizontal liegenden Lackflächen, sofern Schaber- oder Grobarbeit den härtesten Teil bereits reduziert hat. Dadurch eignet sich der Bosch besonders für den Abschnitt, in dem eine geöffnete Oberfläche geglättet und nicht mehr aggressiv ausgeräumt werden soll. An Profilen, Furnierkanten und Resten der Deckbeschichtung verlangt dieser Charakter mehr Zurückhaltung, weil dicke Lackpakete den Abtrag gegenüber kräftigeren Modellen verlängern.
Am besten geeignet für: gleichmäßiger Lackschliff nach dem groben Vorabtrag.
Vorteile
- Ausgewogener 4-mm-Hub.
- 150-mm-Multiloch-Teller.
- Vibrationsdämpfung.
- Großer Drehzahlbereich.
Nachteile
- Kein Zwangsantrieb.
- 2,4 kg bei vertikaler Arbeit spürbar.
Die Stärke von Bosch GEX 40-150 liegt in diesem Einsatzbereich: kontrollierbarer Zwischen- und Lackschliff. Für Furnierkanten und kleine Reparaturstellen bietet ein Makita BO5041 die passendere Arbeitsbreite.
4. Metabo SXE 450 TurboTec
Bei der Auswahl für mehrschichtigen Lackabtrag lässt sich Metabo SXE 450 TurboTec so zusammenfassen: zwei wählbare Schwingkreise. Der Metabo SXE 450 TurboTec arbeitet mit 230 V, 350 W, 150-mm-Teller und 4.200 bis 11.000 min⁻¹, wahlweise 2,8 oder 6,2 mm Schwingkreis, ca. 2,4 kg. Umschaltbarer Schwingkreis und TurboBoost.
Sobald die Arbeit von offenen Platten ohne Beschlagteile zu Randzonen und dünnen Lackfilmen wechselt, sollte der Nutzer die Führung anpassen. Bei Metabo SXE 450 TurboTec zeigt sich der Flächenvorteil daran, dass die passende Kreisgröße zur Fläche und zum Untergrund gewählt wird. Bei Randzonen und dünnen Lackfilmen ist diese Auslegung weniger passend, weil der große Kreis an Kanten und kleinen Feldern schnell unruhig wirkt.
Am besten geeignet für: Lackabtrag mit wählbarem Schwingkreis.
Vorteile
- Zwei Schwingkreise.
- 150-mm-Teller.
- TurboBoost und Drehzahlwahl.
- Gute Bandbreite für Renovierung.
Nachteile
- Großer Hub an Kanten anspruchsvoll.
- Nicht besonders leicht.
Die Stärke von Metabo SXE 450 TurboTec liegt in diesem Einsatzbereich: Renovierungen mit wechselnder Lackstärke. Für dünne Deckschichten an den Rändern bietet ein Makita BO5041 die passendere Arbeitsbreite.
5. Festool Rotex RO 150 FEQ-Plus
Bei Festool Rotex RO 150 FEQ-Plus geht es für mehrschichtigen Lackabtrag vor allem um diesen Schwerpunkt: der Wechsel vom Getriebeabtrag zum ruhigeren Exzenterlauf. Der Festool Rotex RO 150 FEQ-Plus arbeitet mit 230 V, 720 W, 150-mm-Teller und 3.300 bis 6.800 min⁻¹, 5 mm Schleifhub, ca. 2,3 kg. ROTEX-Getriebe für Grobschliff, Exzenterlauf und Polierarbeiten.
Bei Festool Rotex RO 150 FEQ-Plus zeigt sich der Unterschied auf der freien Fläche daran, dass die Moduswahl an der jeweiligen Zone des Werkstücks orientiert wird. Der Rotex-Charakter ist deshalb dort wertvoll, wo mehrere Arbeitsstufen anfallen und das Zubehörsystem bereits vorhanden ist. Die Detailzone bleibt deshalb ein eigener Arbeitsschritt, weil der kräftige Aufbau für feine Profile und lange senkrechte Passagen mehr Kraft kostet.
Am besten geeignet für: kräftigen Abtrag und anschließende Vorbereitung im System.
Vorteile
- Sehr flexibler Moduswechsel.
- Starker 720-Watt-Antrieb.
- 150-mm-Teller.
- Systemabsaugung und Zubehör.
Nachteile
- Hoher Preis.
- Für empfindliche Kanten sehr kräftig.
Festool Rotex RO 150 FEQ-Plus ist vor allem dann stimmig, wenn mehrstufige Renovierung mit Systemzubehör gefragt ist. Für schmale Leisten und Profilbereiche arbeitet ein Makita BO5041 zielgerichteter.
6. Mirka DEROS II 650
Bei mehrschichtigem Lackabtrag steht bei Mirka DEROS II 650 eine Frage im Vordergrund: sehr geringe Handlast bei großer 150-mm-Arbeitsbreite. Der Mirka DEROS II 650 arbeitet mit 230 V, 400 W, 150-mm-Teller und 4.000 bis 10.000 min⁻¹, 5 mm Schleifhub, ca. 1,1 kg. Flaches bürstenloses Gehäuse, niedrige Vibration und Mehrloch-Absaugung.
An Zargen und bereits grundierten Bereichen ändert sich die Bewertung gegenüber ebenen Flächen mit langen Lackbahnen. Sein Vorteil liegt daher in der Ausdauer beim kontrollierten Weiterarbeiten und nicht in der Rolle des groben Lackentferners. Bei Zargen und bereits grundierten Bereichen ist diese Auslegung weniger passend, weil zähe Altbeschichtungen die verfügbare Reserve schneller ausreizen als ein Getriebeexzenter.
Am besten geeignet für: staubarmer Flächenschliff nach dem Lackabtrag.
Vorteile
- Extrem leicht und flach.
- 150-mm-Teller mit 5-mm-Hub.
- Gute Ergonomie.
- Auf externe Absaugung abgestimmt.
Nachteile
- Hoher Preis.
- Sauger sinnvoll bis notwendig.
Mirka DEROS II 650 lässt sich im Vergleich so einordnen: lange, staubarm geplante Finish- und Zwischenschritte. Für empfindliche Übergänge zur Grundierung passt ein Makita BO5041 besser.
7. Festool ETS EC 150/5 EQ-Plus
Die wichtigste Einordnung von Festool ETS EC 150/5 EQ-Plus: eine flache Bauform mit 5-mm-Hub und niedriger Handlast. Der Festool ETS EC 150/5 EQ-Plus arbeitet mit 230 V, 400 W, 150-mm-Teller und 6.000 bis 10.000 min⁻¹, 5 mm Schleifhub, ca. 1,5 kg. EC-TEC-Antrieb, Tellerbremse und Vibrationskontrolle.
Auf einem ausgehängten Türblatt und stabilen Platten ist Festool ETS EC 150/5 EQ-Plus dann in seinem Element, wenn der Arbeitsgang auf Zwischenschliff und saubere Vorbereitung zielt. Die Auslegung passt somit zu langen Nachbearbeitungen, bei denen ein leichteres Gehäuse den Arbeitsrhythmus stärker beeinflusst als Spitzenabtrag. Bei Kanten, Profilen und weichen Deckschichten ist deshalb mehr Zurückhaltung nötig, weil dicke, harte Lacklagen einen kräftigeren Vorabtrag benötigen.
Am besten geeignet für: leichter Zwischenschliff auf großen Lackflächen.
Vorteile
- Nur etwa 1,5 kg.
- 5-mm-Hub für zügigen Zwischenschliff.
- Vibrationskontrolle.
- 150-mm-System.
Nachteile
- Premiumpreis.
- Kein aggressiver Zwangsantrieb.
Festool ETS EC 150/5 EQ-Plus ist vor allem dann stimmig, wenn leichter Zwischenschliff auf großen Flächen gefragt ist. Für kleine Lackfelder und Beschlagsnähe arbeitet ein Makita BO5041 zielgerichteter.
8. Makita BO5041
Nicht die Ausstattung allein entscheidet bei Makita BO5041. Für mehrschichtigen Lackabtrag ist besonders wichtig: kompakte 125-mm-Handlichkeit mit Zusatzgriff. Der Makita BO5041 arbeitet mit 230 V, 300 W, 125-mm-Teller und 4.000 bis 12.000 min⁻¹, 2,8 mm Schwingkreis, ca. 1,4 kg. Drehzahlregelung, Zusatzgriff und schmaler 125-mm-Aufbau.
Bei Makita BO5041 ist die Arbeitsposition entscheidend, weil der Nutzer die Auflage auf schmalen Bereichen schnell korrigieren kann. Gerade an Übergängen ist die handliche Form ein Vorteil, solange sie nicht mit einem Vollflächen-Tempo verglichen wird. Wo engen Übergängen und schmalen Leisten beginnen, wird die Einschränkung sichtbar, weil große Flächen und tiefe Lackreste mit dem kleineren Teller mehr Zeit verlangen.
Am besten geeignet für: kleine bis mittlere Lackflächen mit guter Handkontrolle.
Vorteile
- Handlicher 125-mm-Teller.
- Zusatzgriff.
- Variable Drehzahl.
- Niedriges Gewicht.
Nachteile
- Weniger Abtrag auf großen Flächen.
- Kein Zwangsmodus.
Makita BO5041 richtet sich an Renovierer mit mehreren harten Lacklagen. Sein Schwerpunkt: handliche Nacharbeit an kleinen bis mittleren Teilen. Für lange Renovierungsflächen ist ein Bosch GEX 40-150 die bessere Wahl.
9. DeWalt DWE6423-QS
DeWalt DWE6423-QS ist für mehrschichtigen Lackabtrag dann interessant, wenn leichter Anschliff und Übergänge wichtiger sind als schneller Schichtabbau. Der DeWalt DWE6423-QS arbeitet mit 230 V, 280 W, 125-mm-Teller und 8.000 bis 12.000 min⁻¹, 2,6 mm Schwingkreis, ca. 1,3 kg. Leichtes Gehäuse, Drehzahlregelung und AirLock-kompatible Absaugung.
Bei DeWalt DWE6423-QS zeigt sich der Unterschied auf der freien Fläche daran, dass die kompakte Maschine auch bei vertikalen oder schlecht zugänglichen Stellen überschaubar bleibt. Sein sinnvoller Einsatz beginnt deshalb nach der groben Arbeit oder an Stellen, an denen ein größeres Gerät zu viel Überstand hätte. Bei den empfindlichen Randbereichen ist diese Auslegung weniger passend, weil die begrenzte Fläche den Durchsatz bei großen Sichtflächen reduziert.
Am besten geeignet für: leichte Lacknacharbeit an Rahmen und kleineren Türen.
Vorteile
- Sehr leicht.
- 125-mm-Teller für Rahmen.
- Drehzahlregelung.
- AirLock-kompatibler Anschluss.
Nachteile
- Nicht für starken Vorabtrag.
- Kleinere Fläche verlängert große Arbeiten.
DeWalt DWE6423-QS ist für Renovierer mit mehreren harten Lacklagen interessant: leichte Nacharbeit an Rahmen und kleinen Feldern. Für zusammenhängende Flächen mit viel Material sollte ein Bosch GEX 40-150 den Vorzug erhalten.
Schleifmittel und Absaugung für Lackarbeiten
Das Zubehör sollte zum konkreten Untergrund und zur gewählten Maschine passen. Sinnvoll sind:
- robuste grobe Scheiben für den Vorabtrag und offene Netze für staubintensive Flächen
- feinere Körnungsfolge für Übergänge, Grundierung und den anschließenden Oberflächenschliff
- Sauger mit passendem Schlauch, Mehrlochadapter und regelmäßig gereinigtem Filter
- Schutzbrille, Gehörschutz und Atemschutz entsprechend dem Material- und Lackstaub
Lackstaub nicht unterschätzen
Vor dem Schleifen wird geklärt, welcher alte Lack vorliegt und ob besondere Altbeschichtungen ausgeschlossen werden müssen. Das Werkstück wird fest aufgelegt, der Sauger vor dem Gerät eingeschaltet und die Maschine erst nach vollständigem Stillstand abgelegt. Schleifmittelwechsel erfolgen spannungsfrei; Lackstaub wird nicht mit Druckluft in den Raum verteilt.
Fragen, die vor dem Kauf eines Exzenterschleifers für Lackentfernung geklärt werden sollten
Kann ein Exzenterschleifer alte Lackschichten vollständig entfernen?
Auf ebenen Holzflächen kann ein kräftiges Modell alte Beschichtungen deutlich abtragen. Bei dicken, thermoplastischen oder mehrschichtigen Lacken ist ein chemischer oder mechanischer Vorabtrag oft sinnvoll, damit der Schleifer nicht unnötig lange und heiß arbeitet.
Welche Körnung eignet sich zum Lackentfernen?
Für den ersten Abtrag kommen je nach Lack und Untergrund grobe Körnungen infrage, die anschließend stufenweise feiner werden. Eine zu grobe Scheibe auf Furnier oder dünnem Lack kann die Fläche stärker beschädigen als die Beschichtung.
Ist ein Getriebe-Exzenterschleifer besser?
Zwangsrotation erhöht den Abtrag auf robusten, ebenen Flächen. Sie verlangt aber mehr Kontrolle und ist für Kanten, Furnier sowie den letzten Lackschliff nicht automatisch die beste Einstellung.
Warum wird Lack beim Schleifen schmierig?
Wärme, stumpfes Schleifmittel und zu hoher Druck können Lack zusetzen oder verschmieren. Niedrigere Drehzahl, frisches Papier, regelmäßige Reinigung und ausreichend Absaugung helfen, die Kontaktzone offen zu halten.
Kann man nach dem Lackabtrag direkt neu lackieren?
Die Fläche sollte erst vollständig von Restbeschichtung und Staub befreit sowie auf Kanten und Unebenheiten kontrolliert werden. Je nach neuem Lack folgen ein passender Feinschliff und die vom Beschichtungssystem verlangte Grundierung.
Fazit: Der richtige Lackabtrag beginnt mit der Oberfläche
Bosch GET 75-150, Makita BO6050J und Festool Rotex RO 150 FEQ-Plus sind auf kräftigen Abtrag ausgelegt. Bosch GEX 40-150, Metabo SXE 450 TurboTec und Festool ETS EC 150/5 decken den kontrollierten Mittelbereich ab. Mirka DEROS II 650 und Makita BO5041 spielen ihre Ergonomie beim anschließenden Flächenschliff aus, DeWalt DWE6423-QS ist für kleinere Bereiche handlicher.
Entscheidend ist nicht der aggressivste Modus, sondern eine sinnvolle Reihenfolge. Erst wird die Beschichtung materialgerecht geöffnet, dann wird die Fläche mit frischem Schleifmittel, sauberer Absaugung und geringem Druck für den neuen Aufbau vorbereitet.













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