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Wie lagert man Werkzeugakkus richtig? Tipps für Sicherheit und Lebensdauer

Werkzeugakkus in einer trockenen Werkstattbox geschützt vor Hitze und Metallteilen

Ein Werkzeugakku liegt schnell mehrere Wochen unbenutzt in der Werkstatt. Nach einem Projekt wird er aus dem Gerät genommen, in eine Schublade gelegt und erst beim nächsten Einsatz wieder gesucht. Genau diese scheinbar nebensächliche Behandlung entscheidet mit darüber, ob der Akku nach Monaten noch zuverlässig arbeitet, wie schnell seine Kapazität nachlässt und ob beim Lagern unnötige Sicherheitsrisiken entstehen.

Für moderne Akku-Werkzeuge sind Lithium-Ionen-Akkus der häufigste Fall. Sie brauchen keine komplizierte Pflege, reagieren aber empfindlich auf starke Hitze, Feuchtigkeit, Tiefentladung, mechanische Beschädigungen und einen dauerhaft sehr hohen Ladezustand. Die Frage „Wie lagert man Werkzeugakkus richtig?“ lässt sich deshalb nicht mit einem einzigen Satz wie „immer voll laden“ beantworten. Für kurze Pausen gelten andere Prioritäten als für eine mehrmonatige Stilllegung.

Die wichtigste Grundregel lautet: Akku aus dem Werkzeug nehmen, sauber und trocken an einem kühlen, geschützten Ort lagern, die Kontakte vor Kurzschluss bewahren und die Hinweise des konkreten Herstellers beachten. Ein Akku mit sichtbarer Beschädigung, ungewöhnlicher Erwärmung, Verformung oder austretender Flüssigkeit gehört nicht zurück in die Schublade. In diesem Ratgeber geht es sowohl um die Lebensdauer als auch um einen sicheren und realistischen Umgang im Heimwerkeralltag.

Die kurze Antwort: So lagerst du Werkzeugakkus richtig

Für eine längere Pause sollte ein Werkzeugakku weder heiß noch feucht, weder mechanisch belastet noch dauerhaft im Ladegerät aufbewahrt werden. Bei Lithium-Ionen-Akkus ist ein mittlerer Ladezustand für längere Lagerung meist günstiger als ein vollständig geladener oder nahezu leerer Akku. Das genaue Ladefenster und die erlaubten Temperaturen können je nach Akkusystem abweichen, deshalb bleibt die Bedienungsanleitung des Akkus oder Ladegeräts maßgeblich.

Situation Sinnvolle Vorgehensweise Worauf du besonders achten solltest
Kurze Pause über Nacht Akku aus dem Werkzeug nehmen und trocken ablegen Nicht in direkter Sonne, auf einer warmen Maschine oder neben einer Heizung liegen lassen
Mehrere Wochen ohne Einsatz Ladezustand prüfen und nicht dauerhaft am Ladegerät lassen Kontakte schützen und den Akku nicht lose mit Metallteilen lagern
Mehrmonatige Lagerung Lithium-Ionen-Akku mit mittlerem Ladezustand an einem kühlen, trockenen Ort aufbewahren Zwischendurch auf ungewöhnliche Veränderungen und starke Entladung prüfen
Winterpause in Garage oder Schuppen Nur lagern, wenn die Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen zum Akkusystem passen Frost, Kondenswasser und große Temperatursprünge vermeiden
Transport im Werkzeugkoffer Akku so sichern, dass die Kontakte keinen leitenden Gegenstand berühren Lose Schrauben, Nägel, Schlüssel und andere Metallteile fernhalten
Akku mit Schaden Nicht weiter laden, öffnen oder verwenden Hersteller, Kundendienst oder eine geeignete Rücknahmestelle kontaktieren

Diese Übersicht gilt als praktische Orientierung, nicht als Ersatz für die Anleitung. Besonders bei älteren Akkutypen, integrierten Akkus oder speziellen Hochleistungsakkus können abweichende Vorgaben gelten. Wenn Akku, Ladegerät und Werkzeug aus unterschiedlichen Systemen stammen, sollte nicht nach allgemeinen Internetregeln experimentiert werden.

Warum Lagerung den Akku beeinflusst

Ein Akku ist auch dann kein völlig inaktives Bauteil, wenn er nicht benutzt wird. In den Zellen laufen langsam chemische Prozesse weiter. Der Ladezustand verändert sich durch Selbstentladung, und Temperatur beeinflusst die Geschwindigkeit dieser Vorgänge. Ein dauerhaft sehr hoher Ladezustand kann die Alterung von Lithium-Ionen-Zellen beschleunigen, während eine zu starke Entladung später zu Problemen beim Laden führen kann.

Hinzu kommen äußere Belastungen. Hitze kann die Alterung deutlich fördern, Feuchtigkeit kann Kontakte und Gehäuse angreifen, und ein Sturz kann innere Schäden verursachen, die von außen zunächst kaum sichtbar sind. Deshalb bedeutet gute Akku-Pflege nicht, den Energiespeicher ständig zu überwachen. Sie besteht vielmehr darin, wenige ungünstige Bedingungen konsequent zu vermeiden.

Ladezyklen sind nicht der einzige Alterungsfaktor

Viele Nutzer achten nur darauf, wie oft ein Akku geladen wurde. Auch die Zeit, die ein Akku mit sehr hohem Ladezustand verbringt, die Umgebungstemperatur und die Belastung während des Betriebs wirken sich auf seine Entwicklung aus. Ein selten benutzter Akku kann deshalb ebenfalls an Kapazität verlieren, wenn er jahrelang vollgeladen und warm gelagert wird.

Das heißt nicht, dass jeder vollständig geladene Akku sofort Schaden nimmt. Für den normalen Tagesablauf ist ein voller Akku praktisch und bei bestimmungsgemäßer Verwendung vorgesehen. Der Unterschied liegt zwischen dem kurzfristigen Bereitsein und dem monatelangen Aufbewahren ohne Nutzung. Für die lange Pause ist ein mittlerer Ladezustand in der Regel die schonendere Ausgangslage.

Welcher Ladezustand ist für die Lagerung geeignet?

Bei Lithium-Ionen-Akkus wird für längere Lagerung häufig ein mittlerer Ladezustand empfohlen, grob im Bereich von etwa 30 bis 50 Prozent. Dieser Bereich ist eine Orientierung und keine universelle Pflichtzahl. Manche Systeme zeigen den Ladezustand nur über wenige LED-Stufen an, andere speichern nach dem Laden eine Restkapazität, die nicht exakt abgelesen werden kann. Entscheidend ist, den Akku nicht über Monate komplett voll oder fast leer liegen zu lassen.

Kurze Unterbrechung oder längere Pause?

Wenn am nächsten Tag weitergearbeitet wird, muss der Akku nicht extra auf einen bestimmten Prozentwert gebracht werden. Ein vollständig geladener Akku darf für den geplanten Einsatz bereitliegen, sofern er kühl und trocken liegt. Erst wenn aus einem kurzen Feierabend eine längere Lagerzeit wird, lohnt sich die Anpassung des Ladezustands.

Vor einer mehrwöchigen oder mehrmonatigen Pause sollte der Akku nicht absichtlich bis zur automatischen Abschaltung entladen werden. Die Schutzschaltung verhindert zwar bei vielen Systemen eine schädliche Tiefentladung während der Nutzung, sie ersetzt aber keine sinnvolle Lagerstrategie. Ein fast leerer Akku kann durch weitere Selbstentladung in einen kritischen Bereich gelangen.

Warum dauerhaft voll nicht ideal ist

Eine volle Zelle steht unter höherer elektrochemischer Spannung als eine teilgeladene. Bleibt dieser Zustand über lange Zeit bestehen, kann die Alterung schneller voranschreiten. Deshalb sollte der Akku nach dem vollständigen Laden nicht monatelang im Ladegerät oder in einer warmen Werkstatt liegen bleiben, wenn kein Einsatz geplant ist.

Für den Alltag muss daraus kein kompliziertes Ritual werden. Wer weiß, dass ein Werkzeug erst in einigen Monaten wieder benötigt wird, kann den Akku mit einem mittleren Ladezustand einlagern. Wer nur am Wochenende weiterarbeitet, kann ihn nach dem Laden einfach aus dem Ladegerät nehmen und geschützt aufbewahren.

Temperatur: Hitze vermeiden, Kälte richtig einordnen

Der Lagerort sollte möglichst kühl und trocken sein, ohne starken täglichen Temperaturschwankungen ausgesetzt zu sein. Besonders ungünstig sind aufgeheizte Fahrzeuge, sonnige Fensterbänke, Dachböden im Sommer und Plätze direkt neben Heizkörpern. Ein Auto kann sich innerhalb kurzer Zeit stark erwärmen. Diese Umgebung ist für einen längeren Aufenthalt von Werkzeugakkus nicht geeignet.

Auch Kälte braucht Aufmerksamkeit. Ein kalter Akku ist nicht automatisch beschädigt, kann aber beim Betrieb weniger Leistung abgeben. Kritischer wird der Wechsel von sehr kalter Umgebung in einen warmen Raum, weil sich Kondenswasser bilden kann. Vor dem Laden oder Verwenden sollte der Akku vollständig auf Raumtemperatur kommen und trocken sein. Die konkreten Grenzwerte für Lagerung, Betrieb und Laden sind nicht immer identisch.

Die Temperaturangabe aus der Anleitung richtig lesen

Hersteller unterscheiden häufig zwischen zulässiger Umgebungstemperatur, Ladetemperatur und optimaler Lagertemperatur. Ein Bereich, in dem der Akku kurzfristig betrieben werden darf, ist nicht automatisch der beste Bereich für eine monatelange Aufbewahrung. Außerdem können sich die Werte zwischen Akkugenerationen und Ladegeräten unterscheiden.

Wer keine Angaben mehr findet, sollte nicht einfach einen beliebigen Grenzwert aus einem anderen System übernehmen. Eine trockene Lagerung bei moderater Raumtemperatur ist für viele normale Lithium-Ionen-Werkzeugakkus eine vernünftige allgemeine Orientierung. Bei ungewöhnlichen Bedingungen, sehr großen Akkupacks oder einer geplanten Lagerung im Außenbereich sollte die Originalanleitung oder der Kundendienst herangezogen werden.

Der richtige Lagerort in Werkstatt, Keller und Garage

Ein guter Platz ist sauber, trocken, vor direkter Sonne geschützt und so gewählt, dass der Akku nicht herunterfallen kann. Eine stabile Ablage oder ein geschlossenes Fach kann sinnvoll sein, sofern dort keine extreme Wärme entsteht. Der Akku sollte nicht zwischen losen Schrauben, Bits, Nägeln oder Werkzeugen mit scharfkantigen Metallteilen liegen.

Ein Keller kann trocken und temperaturmäßig günstig sein, aber nicht jeder Keller erfüllt diese Bedingungen. Feuchte Wände, stehendes Wasser und hohe Luftfeuchtigkeit sind problematisch. Eine Garage oder ein Schuppen schützt zwar vor Wohnraumstaub, kann im Sommer sehr heiß und im Winter sehr kalt werden. Der Name des Raums ist daher weniger entscheidend als seine tatsächliche Temperatur und Feuchte.

Schublade, Koffer oder Akku-Box?

Ein passender Werkzeugkoffer oder eine dafür vorgesehene Akku-Box schützt vor Stößen und hält die Kontakte von losem Metall fern. Die Aufbewahrung sollte nicht luftdicht und warm sein, wenn sich darin Feuchtigkeit oder Wärme stauen kann. Eine einfache, trockene Box mit getrennten Fächern ist oft praktischer als ein überfüllter Kasten, in dem Akkus gegeneinander schlagen.

Bei der Lagerung mehrerer Akkus sollten sie nicht so gestapelt werden, dass Gehäuse, Verriegelungen oder Kontakte dauerhaft belastet werden. Akkus mit unterschiedlichen Systemen können gemeinsam gelagert werden, wenn jeder Pack geschützt ist. Ladegeräte, Adapter und Metallzubehör gehören nicht lose in dasselbe Fach, wenn sie die Kontakte berühren könnten.

Kontakte schützen und Kurzschlüsse verhindern

Offene Akkukontakte können problematisch werden, wenn ein leitender Gegenstand beide Pole überbrückt. Das kann bei einem Schlüsselbund, Kleingeld, einer Schraube oder einem losen Bit passieren. Der Akku sollte deshalb so gelagert und transportiert werden, dass die Kontaktflächen nicht mit Metall in Berührung kommen.

Viele Akkus sitzen im Werkzeug teilweise geschützt. Außerhalb des Geräts liegen die Kontakte jedoch frei oder sind zumindest leichter erreichbar. Eine vom Hersteller vorgesehene Schutzkappe ist die beste Lösung, wenn sie zum Akkusystem gehört. Für Transport und Lagerung sollte man keine improvisierte Konstruktion verwenden, die den Akku quetscht, erwärmt oder die Belüftung blockiert.

Verschmutzte Kontakte können die Verbindung zwischen Akku, Werkzeug und Ladegerät beeinträchtigen. Vor dem Weglegen dürfen sie vorsichtig trocken kontrolliert werden. Flüssige Reiniger, aggressive Lösungsmittel und scharfes Kratzen sind keine gute Standardpflege. Wenn Kontakte korrodiert, verbogen oder beschädigt aussehen, sollte der Akku nicht mit Gewalt eingesetzt werden.

Akku aus Werkzeug und Ladegerät nehmen

Für eine längere Lagerung ist es sinnvoll, den Akku aus dem Werkzeug zu entfernen. So kann das Werkzeug nicht versehentlich eingeschaltet werden, und der Energiespeicher wird nicht unnötig durch eine kleine Standby-Funktion belastet. Außerdem lässt sich der Zustand des Akkus separat kontrollieren.

Ein vollständig geladener Akku kann in vielen Systemen kurzzeitig im Ladegerät verbleiben, aber als dauerhafter Lagerplatz ist das Ladegerät nicht gedacht. Der Ladezustand bleibt hoch, und der Akku ist dort weniger geschützt vor Staub, Stößen oder einem versehentlich eingeschalteten Stromkreis. Nach Abschluss des Ladevorgangs sollte er deshalb aus dem Ladegerät genommen werden, wenn keine unmittelbare Verwendung geplant ist.

Warum das Werkzeug nicht als Aufbewahrungsbox dient

Ein Akku im Gerät wirkt aufgeräumt, ist aber für eine längere Pause nicht immer die beste Lösung. Das Werkzeug kann umfallen, der Akku kann durch einen Stoß belastet werden, und bei manchen Geräten bleibt eine kleine elektrische Verbindung bestehen. Für eine Nacht ist das selten entscheidend. Für eine Saison oder eine mehrmonatige Lagerung ist die getrennte Aufbewahrung übersichtlicher und leichter zu prüfen.

Werkzeugakkus über Winter oder längere Stillstände lagern

Vor einer Winterpause sollte zuerst geklärt werden, ob das Werkzeug und der Akku in einem unbeheizten Raum bleiben dürfen. Eine kalte Garage ist nicht automatisch gefährlich, aber Frost, Kondenswasser und große Wechsel zwischen Tag und Nacht können die Kombination aus Akku, Ladegerät und Werkzeug belasten. Besonders Ladegeräte sollten trocken und entsprechend ihrer Anleitung aufbewahrt werden.

Für die mehrmonatige Pause bietet sich eine kleine Vorbereitung an. Akku aus dem Werkzeug nehmen, sichtbare Verschmutzungen entfernen, Ladezustand prüfen, Kontakte schützen und den Lagerort auf Wärme und Feuchtigkeit kontrollieren. Danach sollte der Akku nicht ständig bewegt werden. Ein ruhiger, trockener Platz ist besser als eine Tasche, die täglich zwischen kalter Garage und warmer Wohnung wechselt.

Vor der ersten Nutzung nach der Pause

Nach längerer Lagerung sollte der Akku nicht sofort unter voller Last eingesetzt werden. Zuerst Gehäuse, Kontakte und Verriegelung ansehen. Gibt es Risse, Verformungen, ungewöhnliche Gerüche oder Spuren von Feuchtigkeit, bleibt der Akku außer Betrieb.

Ist äußerlich alles unauffällig, kann der Akku entsprechend der Anleitung geladen werden. Bei ungewöhnlichem Ladeverhalten, starker Erwärmung oder einer Fehlermeldung wird der Vorgang abgebrochen. Ein Akku, der nach der Pause deutlich schneller leer wird, muss nicht nur „wieder trainiert“ werden. Es kann ein Zeichen für Alterung, Tiefentladung oder einen Defekt sein.

Unterschiede zwischen Lithium-Ionen-, NiMH- und älteren NiCd-Akkus

Nicht jeder Werkzeugakku arbeitet nach dem gleichen Prinzip. Moderne Geräte verwenden meistens Lithium-Ionen-Zellen, ältere Werkzeuge können aber noch Nickel-Metallhydrid- oder Nickel-Cadmium-Akkus besitzen. Die Empfehlungen zu Ladezustand, Entladung und Pflege dürfen nicht blind von einem Akkutyp auf den anderen übertragen werden.

Lithium-Ionen-Akkus

Bei Lithium-Ionen-Akkus stehen ein mittlerer Ladezustand, moderate Temperatur, trockene Lagerung und der Schutz vor Kurzschluss im Mittelpunkt. Eine vollständige Entladung bis zur absoluten Leere sollte vermieden werden. Viele Systeme besitzen Schutzschaltungen, doch diese schützen nicht vor jeder Fehlbehandlung, mechanischen Schäden oder einer über Jahre fortgesetzten Selbstentladung.

Nickel-Metallhydrid-Akkus

NiMH-Akkus können sich stärker selbst entladen als Lithium-Ionen-Akkus. Bei längerer Lagerung kann daher eine regelmäßige Kontrolle sinnvoll sein, sofern die Anleitung dies vorsieht. Auch hier gelten trockene, moderate Bedingungen und die Vermeidung von Hitze. Für Lade- und Entladezyklen sollte das passende Ladegerät verwendet werden.

Nickel-Cadmium-Akkus

NiCd-Akkus sind in älteren Werkzeugen zu finden und haben andere Ladeeigenschaften. Der sogenannte Memory-Effekt wird ihnen häufig zugeschrieben, doch daraus folgt nicht, dass man jeden alten Akku regelmäßig vollständig entladen sollte. Entscheidend bleiben die Vorgaben des konkreten Systems und der Zustand des Akkus. Wegen des enthaltenen Cadmiums gelten besondere Regeln für Rückgabe und Entsorgung.

Wenn der Akkutyp nicht eindeutig erkennbar ist, helfen Typenschild, Bedienungsanleitung oder die Ersatzteilinformationen des Herstellers. Ein modernes Ladegerät passt nicht automatisch zu jedem älteren Akkupack. Das gilt auch dann, wenn Stecker, Schienen oder Gehäuse auf den ersten Blick ähnlich aussehen.

Beschädigte, aufgeblähte oder ungewöhnlich heiße Akkus

Ein Akku mit aufgeblähtem Gehäuse, Riss, starker Verformung, ausgelaufener Flüssigkeit, Rauchentwicklung oder ungewöhnlichem Geruch wird nicht weiter benutzt und nicht weiter geladen. Auch ein Akku, der ohne nachvollziehbaren Grund sehr heiß wird oder nach einem Sturz beschädigt wirkt, gehört nicht zurück in den normalen Vorrat. Von außen ist nicht zuverlässig zu erkennen, ob die Zellen im Inneren sicher sind.

Beschädigte Akkus sollten nicht geöffnet, zerlegt, repariert oder in ein anderes Gerät eingesetzt werden. Die Kontakte sollten nicht mit Werkzeugen bearbeitet werden. Für die weitere Vorgehensweise sind Hersteller, autorisierter Service oder eine geeignete Sammel- und Rücknahmestelle die richtigen Ansprechpartner. Bei Rauch oder Brandzeichen gilt Abstand halten und die örtlichen Notfallhinweise beachten.

Ein solcher Akku gehört auch nicht in den Hausmüll. Die Rückgabe über Händler, Wertstoffhof oder ein dafür vorgesehenes Sammelsystem ermöglicht eine fachgerechte Behandlung. Bei Unsicherheit sollte der Akku nicht einfach in eine beliebige Sammelbox gelegt werden, sondern vorher nach den Annahmeregeln gefragt werden.

Pflegefehler, die sich leicht vermeiden lassen

  • Im heißen Auto liegen lassen: Der Innenraum kann sich stark aufheizen und ist für eine längere Lagerung ungeeignet.
  • Monatelang voll im Ladegerät lassen: Für eine geplante Dauerlagerung ist ein Ladegerät kein Aufbewahrungsort.
  • Akku komplett leer weglegen: Weitere Selbstentladung kann die spätere Wiederinbetriebnahme erschweren.
  • Lose mit Schrauben und Bits transportieren: Metallteile können die Kontakte überbrücken.
  • Feuchte Garage als selbstverständlich ansehen: Nässe und Kondensation greifen Kontakte und Elektronik an.
  • Gehäuse selbst öffnen: Im Akku können auch nach der Nutzung gefährliche Restenergien vorhanden sein.
  • Falsches Ladegerät verwenden: Ladegerät und Akkusystem müssen elektrisch und vom Hersteller her zusammenpassen.
  • Warnzeichen ignorieren: Erwärmung, Geruch, Verformung oder ungewöhnliche Geräusche sind keine normalen Lagererscheinungen.

Eine einfache Routine für die Werkstatt

Wer mehrere Akkus besitzt, kann die Lagerung mit einer festen Routine vereinfachen. Nach der Arbeit wird der Akku aus dem Werkzeug genommen. Wenn der nächste Einsatz bald ansteht, bleibt der vorhandene Ladezustand erhalten. Bei einer absehbar längeren Pause wird der Akku nicht dauerhaft voll gelagert, sondern in einen mittleren Bereich gebracht, sofern es sich um ein Lithium-Ionen-System handelt.

Anschließend kommen Akku und Ladegerät an getrennte, trockene Plätze. Die Kontakte werden nicht mit losen Metallteilen zusammengebracht, und der Akku wird nicht unter schweren Werkzeugen eingeklemmt. Vor einer längeren Abwesenheit kann ein kurzer Blick auf Temperatur, Feuchtigkeit und sichtbare Schäden genügen. Eine komplizierte tägliche Pflege ist nicht notwendig.

Hilfreich ist auch eine klare Kennzeichnung des Systems. Wenn mehrere Spannungen oder Akkuarten in der Werkstatt vorhanden sind, sollten Ladegeräte nicht vertauscht werden. Eine feste Ablage verhindert, dass ein älterer Akku vergessen wird oder ein beschädigter Pack unbemerkt zwischen den einsatzbereiten Akkus liegt.

Häufige Fragen zur Lagerung von Werkzeugakkus

Soll man Werkzeugakkus voll geladen lagern?

Für eine kurze Pause ist ein voller Akku unproblematisch, wenn er trocken und bei moderater Temperatur liegt. Bei längerer Lagerung von Lithium-Ionen-Akkus ist ein mittlerer Ladezustand meist schonender als eine monatelange Aufbewahrung bei voller Ladung. Die konkrete Empfehlung des Akkusystems sollte dabei Vorrang haben.

Wie viel Prozent sollte ein Lithium-Ionen-Akku bei der Lagerung haben?

Als grobe Orientierung gelten für eine längere Lagerung häufig etwa 30 bis 50 Prozent. Die Anzeige am Werkzeug oder Ladegerät ist nicht bei jedem System exakt genug für eine punktgenaue Einstellung. Deshalb ist der Bereich als praktische Richtung zu verstehen, nicht als starre Vorgabe.

Kann ein Werkzeugakku im Ladegerät bleiben?

Für den unmittelbaren nächsten Einsatz kann der Akku nach dem Laden kurz im Ladegerät verbleiben, sofern das System dies vorsieht. Für eine mehrwöchige oder mehrmonatige Lagerung ist es besser, den Akku aus dem Ladegerät zu nehmen und geschützt aufzubewahren. So bleibt der Ladezustand nicht unnötig lange maximal und der Akku ist weniger äußeren Einflüssen ausgesetzt.

Wie kalt darf ein Werkzeugakku gelagert werden?

Das hängt vom Akku und vom Hersteller ab, weil Lager-, Betriebs- und Ladetemperaturen voneinander abweichen können. Eine trockene Lagerung bei moderater Raumtemperatur ist für viele Systeme die sichere allgemeine Orientierung. Sehr kalte Räume, Frost und der direkte Wechsel in warme, feuchte Umgebung sollten vermieden werden.

Darf man Werkzeugakkus im Keller oder in der Garage lagern?

Ja, wenn der Ort trocken bleibt und keinen extremen Temperaturen ausgesetzt ist. Ein feuchter Keller oder eine im Sommer stark aufgeheizte Garage ist dagegen kein guter Dauerplatz. Der konkrete Zustand des Raums ist wichtiger als seine Bezeichnung.

Wie verhindert man einen Kurzschluss beim Lagern?

Der Akku sollte so liegen oder transportiert werden, dass seine Kontakte keine Münzen, Schlüssel, Schrauben, Nägel oder anderen leitenden Gegenstände berühren. Schutzkappen oder getrennte Fächer sind sinnvoll, wenn sie zum System gehören. Bei beschädigten Kontakten sollte der Akku nicht weiter verwendet werden.

Was tun, wenn der Akku nach der Lagerung nicht mehr lädt?

Zuerst werden Akku, Ladegerät und Kontakte äußerlich geprüft, ohne das Gehäuse zu öffnen. Bei Fehlermeldung, ungewöhnlicher Erwärmung oder sichtbarer Beschädigung wird der Ladevorgang beendet. Danach sollte der Hersteller oder ein autorisierter Kundendienst klären, ob der Akku noch sicher geprüft werden kann.

Darf ein aufgeblähter Akku weiter benutzt werden?

Nein. Eine sichtbare Aufblähung oder Verformung kann auf einen inneren Schaden hinweisen. Der Akku sollte weder geladen noch geöffnet oder in ein Werkzeug eingesetzt werden, sondern nach den Vorgaben des Herstellers einer geeigneten Servicestelle oder Rücknahmestelle übergeben werden.

Muss ein Akku vor der Lagerung vollständig entladen werden?

Bei Lithium-Ionen-Akkus ist eine vollständige Entladung vor längerer Lagerung nicht sinnvoll. Ein mittlerer Ladezustand ist in der Regel die bessere Ausgangslage, weil der Akku nicht unnötig lange voll bleibt und nicht durch weitere Selbstentladung in einen sehr niedrigen Bereich rutscht. Bei älteren Akkutypen gelten gegebenenfalls andere Vorgaben.

Wie lagert man Werkzeugakkus richtig?

Die richtige Lagerung besteht aus wenigen, aber konsequenten Gewohnheiten: Akku aus dem Werkzeug nehmen, nicht dauerhaft im Ladegerät lassen, für längere Pausen einen geeigneten mittleren Ladezustand wählen, Hitze und Feuchtigkeit vermeiden und die Kontakte vor Metallteilen schützen. Bei Lithium-Ionen-Akkus ist außerdem wichtig, den Energiespeicher nicht vollständig leer einzulagern und den Akku nach längerer Pause vor dem ersten Einsatz auf Schäden zu prüfen.

Ein sicherer Lagerort muss kein spezieller Schrank sein. Eine trockene, moderate und geschützte Ablage reicht häufig aus, solange der Akku nicht herunterfallen, überhitzen oder mit leitenden Gegenständen in Kontakt kommen kann. Sobald Verformung, Rauch, Flüssigkeit, ungewöhnlicher Geruch oder starke Wärme auftreten, endet die normale Pflege. Dann sind Hersteller, Service und geeignete Rücknahme die richtigen Wege.

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